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Digitales Hessen Aktuell

Schnelles Internet und Tablets für Lehrkräfte in Darmstadt-Dieburg

07. Mai 2021
Pressemitteilung Staatskanzlei/HMIND

Das Land fördert den Gigabitausbau im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit knapp 8 Millionen Euro. 2.857 Tablets an Lehrkräfte im Landkreis überreicht .

1.199 Haushalte, 146 Bildungseinrichtungen, 66 Unternehmen und ein Krankenhaus im Landkreis Darmstadt-Dieburg sollen in den kommenden Monaten mit Gigabitgeschwindigkeit ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat dafür heute virtuell einen Förderbescheid über knapp 8 Millionen Euro zur Landeskofinanzierung der Bundesförderung an Landrat Klaus Peter Schellhaas übergeben. Zudem hat die Ministerin symbolisch 2.857 Tablets für die Lehrkräfte an den 81 Schulen in Trägerschaft des Landkreises überreicht.

„Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in den vergangenen Jahren eine ganz besondere Dynamik an den Tag gelegt. Dadurch gibt es bereits eine hervorragende Breitbandversorgung. Dies ist aber noch nicht überall der Fall, so dass nun ein weiteres Ausbauvorhaben gestartet wird und dann sogar Gigabitbandbreiten zur Verfügung stehen“, sagte Ministerin Sinemus. „Die Hessische Landesregierung unterstützt das Projekt gerne, denn dadurch können auch die Menschen im ländlichen Raum von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren.“

Die Wirtschaftlichkeitslücke der aktuell gestarteten Anbindung beläuft sich auf 19.927.374 Euro. Die Kosten teilen sich Bund (9.963.687 Euro), Land (7.970.949 Euro) und Landkreis (1.992.738 Euro). Derzeit verfügen bereits 98,5 Prozent der Haushalte im Kreis über eine Anbindung von mindestens 50 Mbit/s, hessenweit sind es 96,5 Prozent. Bei 100 Mbit/s schneidet der Landkreis mit 94,7 Prozent sogar im Landesvergleich von 89,1 Prozent der Haushalte noch besser ab. Auch bei den Gewerbestandorten liegt die Versorgung mit 98,8 Prozent über dem Landesschnitt von 96,0 Prozent bei 50 Mbit/s und mit 89,9 Prozent gegenüber 87,0 Prozent bei 100 Mbit/s. Die Hessische Landesregierung stellt alleine in dieser Legislaturperiode für den Gigabitausbau Mittel in Höhe von rund 270 Millionen Euro zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Versorgung sozioökonomischer Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser.

„Ich freue mich über die finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen. Damit kommen wir einen großen Schritt weiter, unsere Schulen mit schnellem Internet zu versorgen. Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist sehr wichtig für die Menschen. Das hat sich ganz deutlich gezeigt, als das Land im März 2020 in den ersten Lockdown gegangen ist und viele Menschen von zu Hause arbeiten mussten und die Kinder und Jugendlichen im Homeschooling waren“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Wir haben bereits in den zurückliegenden Jahren das Breitbandnetz im Landkreis ausgebaut und können nun die noch bestehenden weißen Lücken schließen. Oberste Priorität haben dabei die Schulstandorte und die Kreisklinik in Groß-Umstadt.“

Bis Ende 2022 sollen durch das aktuelle Ausbauprojekt alle Schulen im Landkreis angebunden werden. „Schnelles Internet ist ebenso unabdingbar wie die entsprechende IT-Ausstattung. Daher freue ich mich, dass die Lehrkräfte an den 81 Schulen in Trägerschaft des Landkreises ab sofort auch Tablets nutzen können“, sagte Sinemus. „Die mobilen Endgeräte sind ein weiterer Baustein, die Digitalisierung in den Schulen voranzubringen. Die Geräte sind nicht nur in Zeiten der Pandemie sinnvoll und wichtig.“ Der Schulträger hat 2.857 mobile Endgeräte im Zuge des DigitalPakts Schule bestellt, die nun an die Lehrkräfte ausgeliehen werden. Für die Anschaffung von Tablets und Notebooks für die Lehrkräfte stehen hessenweit 50 Millionen Euro zur Verfügung, davon 12,8 Millionen Euro aus dem hessischen Sondervermögen. Um die Inanspruchnahme der Fördermittel des DigitalPakts durch die Schulträger zu erhöhen und das Abwicklungsverfahren zu beschleunigen, wurde die Task Force DigitalPakt Schule im Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung eingerichtet.Bis jetzt wurden von den rund 66.000 zu beschaffenden Leihgeräten für Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen mehr als die Hälfte, das heißt mehr als 40.000 Geräte durch die kommunalen Schulträger bei der ekom21 bestellt und mehr als 12.000 Geräte ausgeliefert. Hinzu kommen noch die Endgeräte für Ersatzschulträger und Pflegeschulen. Das sind in etwa 7.000 zusätzliche Geräte. Neben der Task Force wurde zudem eine Service- und Beratungsstelle ins Leben gerufen, die den Städten und Landkreisen eine zentrale Anlaufstelle bietet. Die Hessische Landesregierung stellt neben den Endgeräten auch den Support sicher, für den 6,8 Millionen Euro in 2021 zur Verfügung stehen. Die langfristige Ausgestaltung des Supports wird derzeit gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Schulträger erarbeitet.

Mit den Geräten soll den Lehrkräften das Arbeiten im Distanzunterricht erleichtert werden. „Aktuell werden die Geräte von der Schul-IT entsprechend der Anzahl der Lehrkräfte pro Schule vorbereitet. Die Grundkonfiguration, zum Beispiel welche Apps vorinstalliert sein werden, haben wir zusammen mit unserem Medienzentrum entwickelt. Es wurde auch drauf geachtet, dass die Geräte gut mit den rund 1.000 SMART-Boards harmonieren sowie mit der MNSpro-Cloud“, erläuterte der Leiter der Schul-IT Benjamin Stang. Um einen möglichst hohen Nutzungsgrad zu erreichen, werde es eine umfangreiche Anleitung und eigenentwickelte Tutorials-Videos geben, welche über den Youtube-Kanal des Medienzentrums bereitgestellt werden. Mit der Auslieferung soll voraussichtlich Ende Mai begonnen werden.

Dirk Karl Pilgram, Leiter der Georg-Christoph-Lichtenberg Schule in Ober-Ramstadt, hat stellvertretend für die Lehrkräfte im Landkreis die Tablets von Ministerin Sinemus erhalten. „Ich freue mich sehr, dass wir nun mit Breitband und der Verfügung über Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls aus den Geldern des Digitalpaktes finanziert werden konnten, sowie den Endgeräten für Lehrkräfte in der Gegenwart angekommen sind und damit die Voraussetzungen geschaffen wurden, dass die Digitalisierung der Lernprozesse vorangebracht werden kann.“

 



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